Lerne 23 typisch deutsche Redewendungen, die du regelmäßig in deinem Alltag anwenden kannst. Außerdem wartet weiter unten ein tolles Bonusmaterial auf dich: Elley Tung zeigt dir hier, wie genau sie es auf eine kreative Art und Weise geschafft hat, sich all diese sehr nützlichen Redewendungen erfolgreich einzuprägen.

Viel Spaß beim Lernen und Nachmachen!

jemand, der sein eigenes Süppchen kocht = jemand, der lieber für sich alleine ist und arbeitet, ohne sich mit anderen abzustimmen

dumm wie Brot sein = jemand, der nicht besonders klug ist

den Braten riechen = die Gefahr frühzeitig spüren

das Haar in der Suppe finden = Wenn jemand meist das Schlechte hervorhebt und dabei viel Gutes übersieht

jemandem die Suppe versalzen = Eine Suppe mit der richtigen Menge Salz ist sehr lecker. Gibt man zu viel davon in die Suppe, wird sie ungenießbar. So ist es auch im wahren Leben: Wenn wir jemandem die Suppe versalzen, dann verderben wir jemandem etwas.

jemandem Honig um den Bart schmieren = jemandem schmeicheln, jemanden mit netten Worten und Komplimenten versuchen zu überzeugen

eine Extrawurst bekommen = eine Sonderbehandlung genießen

in den sauren Apfel beißen = wenn man etwas tun muss, was unangenehm, aber notwendig ist

ein Trauerkloß = jemand, der keine Energie hat, den Kopf hängen lässt und nichts unternehmen will

Das ist mir Wurst. = Das ist mir egal. (da die Wurst 2 gleiche Enden hat)

ausgekocht sein / aussehen = besonders raffiniert und klüger als die anderen sein

eine Gurke sein / eine taube Nuss sein = abwertende Redensart als für einen Versager oder Nichtskönner

Tomaten auf den Augen haben = etwas übersehen, etwas nicht sehen

jemand, der sein Süppchen gern am Feuer anderer kocht = Diese Person verschafft sich auf Kosten anderer Vorteile für sich selbst.

seinen Senf dazugeben = sich einmischen und die eigene Meinung äußern, ohne danach gefragt zu werden

Viele Köche verderben den Brei. = Manchmal arbeitet man alleine einfach am besten. Denn wenn viele Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Methoden zusammen etwas machen wollen, kann das zu Schwierigkeiten führen.

die Radieschen von unten betrachten = tot sein

eine beleidigte Leberwurst sein / sich wie eine beleidigte Leberwurst verhalten = jemand, der leicht beleidigt (eingeschnappt) ist und schmollt (sich ärgert)

mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen = Kirschen sind lecker. Doch man sollte aufpassen, mit wem man sie isst. Denn manche Leute sind so unfreundlich, dass sie einem die Wörter wie Kerne ins Gesicht spucken. Mit ihnen ist eben nicht gut Kirschen essen.

den Gürtel enger schnallen = wenn man Geld sparen will und deswegen für eine Zeit auf einige Sachen verzichtet

In der Not frisst der Teufel Fliegen. = wenn man gezwungen ist, Sachen zu machen, die man nicht mag

(he)rumgurken = mit dem Auto ganz langsam durch die Gegend fahren

Quatsch mit Soße! = Das ist absoluter Blödsinn!

 

Elley Tung, erfolgreiche Deutschlernerin und motivierte Teilnehmerin an unserem C1 Konversationskurs, hat das erreicht, wovon viele Deutschlerner träumen. Sie hat sich einen sehr großen Wortschatz angeeignet und beherrscht auch die Grammatik auf einem extrem guten Level. Heute spricht Elley die deutsche Sprache auf dem C1 Niveau. Das war nicht immer so. Wie sie es so weit geschafft hat, teilt sie mit uns in diesem Interview!

Heute zeigt dir Elley eine Methode, die sie anwendet, um sich speziell Redewendungen einzuprägen. Auf eine ganz kreative Art und Weise hat sie es geschafft, sich all die oben aufgelisteten nützlichen Redewendungen erfolgreich zu merken.

Wenn du mehr über Elley’s Erfahrungen auf ihrer Reise als Deutschlerner und ihren Lernstrategien sowie Routinen erfahren möchtest, dann schau dir unbedingt das Interview mit ihr an.

Und jetzt Bühne frei für Elley’s Meisterwerk!

Die Geschichte von Paul

Paul ist jemand, der gerne sein eigenes Süppchen kocht, weil er denkt, dass die meisten Menschen dumm wie Brot sind. Die Mitarbeiter von Paul riechen ständig den Braten, wenn sie ein Gespräch mit Paul haben, denn er findet immer das Haar in ihrer Suppe und manchmal versalzt er ihnen sogar die Suppe. Trotzdem schmieren manche Kollegen ihm gern Honig um den Bart, um gelegentlich eine Extrawurst zu bekommen. Ich habe mit den Mitarbeitern Mitleid, weil sie in den sauren Apfel beißen müssen. Alle Mitarbeiter verhalten sich wie ein Trauerkloß, aber das ist Paul Wurst.

Paul sieht ausgekocht aus, aber er ist tatsächlich eine Gurke und eine taube Nuss. Vor der Arbeit hat er fast immer Tomaten auf den Augen und kocht sein Süppchen am Feuer anderer. Wenn Paul gute Laune hat, gibt er zu allem seinen Senf dazu. Aber viele Köche verderben den Brei. Viele Kollegen hoffen deswegen, dass er bald die Radieschen von unten betrachtet.

Falls Paul schlechte Laune hat, verschränkt er die Arme und verhält sich wie eine beleidigte Leberwurst. Diese Nachricht „mit ihm ist heute nicht gut Kirschen essen“ wird dann schnell verbreitet. Im schlimmsten Fall hat er mal einigen Mitarbeitern gekündigt.

Florian, einer von vielen, die von Paul gekündigt wurden, ist momentan arbeitslos und muss ab jetzt den Gürtel enger schnallenIn der Not frisst der Teufel Fliegen, deshalb arbeitet er seit kurzem als Taxifahrer und gurkt jeden Tag mit dem Auto herum. Einmal hat er den Geschäftsführer, der der Vater von Paul ist, zufällig im Taxi getroffen. Der Geschäftsführer fragte: „Warum arbeiten Sie nicht mehr bei uns?“ „Weil Ihr Sohn, Paul, mir gekündigt hat.“ Der Geschäftsführer sagte: „Ach, Quatsch mit Soße. Ich habe keinen Mitarbeiter und keinen Sohn, der Paul heißt.“

Elley Tung

„Im Kontext zu lernen ist definitiv die Lernstrategie mit dem höchsten Erfolgsgrad.“ – Globolingua Deutsch Online

Ich war von Anfang an von dem Text begeistert und freue mich umso mehr, dass Elley ihn nun auch mit dir teilt. Im Kontext zu lernen ist definitiv die Lernstrategie mit der höchsten Erfolgsrate! Ich hoffe Elley konnte dich inspirieren und du probierst es selbst mal aus! Wenn du noch andere tolle Tipps zum Vokabeln und Redewendungen lernen hast, dann schreib mir unbedingt eine Nachricht! Ich freue mich von dir zu hören!